WEITERBILDUNG neben JOB und FAMILIE

 

Lernen im emotionalen Vulkan: Teenager im Haus!

von Martina RotersTeenager

Wer pubertierende Jugendliche zu Hause hat, weiß, wie sich selbst Nerven wie Drahtseile in spindeldürre Fäden verwandeln können.
 
Wie kann es gelingen, nach einer Auseinandersetzung, in der "die verbalen Fetzen fliegen", in einen emotionalen Zustand zu gelangen, in dem man wieder aufnahmebereit ist für Lernstoff?
Wie in einer derartigen Situation die Gedankenmaschi
nerie anhalten, die unablässig wütende
Gedankenfetzen ausspuckt:

 

"Ich hätte ruhiger bleiben sollen!°
„Ich bin wütend, weil ich es jetzt bin, der/die wieder zu kurz kommt!“
"Die Prüfung rückt näher und näher und ich gerate mehr und mehr ins Hintertreffen!


Es gibt eine Lösung dafür.

Man muss es schaffen, einen „Cut“ zu machen. Abstand zu gewinnen.
Und dennoch nicht das Gefühl aufkommen zu lassen, dass man seine Kinder deshalb weniger liebt.

Okay, doch wie geht das???

Auseinandersetzungen mit Jugendlichen zeichnen sich dadurch aus, dass sie meistens keinen „echten Grund“ haben. Oh, natürlich gibt es einen Auslöser, doch man wird sich selten in einer Diskussion mit echten Sachargumenten finden. Vielmehr tobt hier
ein Machtkampf, bei dem beide Seiten sich emotional aufschaukeln und mit Scheinargumenten bewerfen.
Verstand nützt hier nur insofern, als man die Erkenntnis gewinnen muss, dass es einen Punkt gibt, an dem die Auseinandersetzung keinen Sinn mehr macht. Und dann muss man einfach aussteigen. z. B. sagen:

„Wir drehen uns nur noch im Kreis; das bringt nichts mehr. Wir müssen andermal weiterreden. Ich muss ohnehin noch lernen und du willst sowieso auch noch …"
 
Und dann darf man sich auf nichts mehr einlassen!
Wenn der Teenager nicht das Feld räumt, dann tut man es eben selbst. In ein anderes Zimmer gehen, Kurz Spazieren- oder Joggen gehen, oder ins Auto steigen und drei Straßen weiter fahren. Ausweichen ist hier ein Zeichen von erwachsener Überlegenheit, auch wenn unser Teenager das vielleicht als Schwäche deutet (Lassen Sie ihn ruhig! Für ihn ist es sogar wichtig, dass er das Gefühl hat, uns „klein“gekriegt zu haben, dann kann er selbst sich ja – endlich – größer fühlen! )

Sobald man dann allein ist, wendet man sich noch einmal dem gerade Erlebten zu (es geht sowieso nicht anders).
Aber diesmal bitte sich nicht wieder rein-steigern, diesmal bitte aus-steigen – wie aus einem falschen Film.
Hier hilft die Mickymaus-Technik. Sehen Sie sich die eben selbst erlebte Szene von außen an, wie in einem Kino, doch diesmal hat Sohn oder Tochter groteske Mickymaus-Ohren oder spricht mit Donald-Duck-Stimme. Und man kann den Film geistig vorwärts und rückwärts ablaufen lassen und beschleunigen, man kann ihn zur Verstärkung noch mit witziger Musik unterlegen (Dieser Trick ist übrigens nicht auf meinem Mist gewachsen, ich habe ihn von Anthony Robbins gelernt; er ist einfach und funktioniert erstaunlich gut).
Wenn man das ein paar Mal gemacht hat, dann kann man die Sache auch wieder ernsthaft angehen.
Viele fragen sich jetzt:

Wenn ich so handle und mich emotional so „abschotte“,
hab ich dann nicht ein Herz aus Stein?

Überhaupt nicht. Schon dass Sie auf diesen Gedanken kommen, zeigt, dass Sie Ihr Kind lieben. Und wenn Sie sich Ihre eigene Selbstachtung bewahren und Ihre eigenen Bedürfnisse verteidigen, dann werden Sie Ihr Kind umso mehr auch weiterhin lieben.

Ich schlage Ihnen vor, die hawaiianische Ho’oponopono-Technik anzuwenden, eine Sequenz von 4 Sätzen, die dazu führt, dass man selbst Verantwortung für das Geschehen übernimmt:
Denken Sie an Ihr Kind und die häßliche Szene von vorhin und sprechen Sie dann:

  1. Es tut mir leid. 
  2. Bitte verzeih mir. 
  3. Ich liebe dich 
  4. Ich danke dir.  
  1. Klar tut es Ihnen leid. Die ganze Situation tut Ihnen sowieso leid und vielleicht manches im Speziellen, was im Zorn gesagt wurde.
  2. Sie bitten innerlich Ihr Kind um Verzeihung. Um Verzeihung bitten ist kein Tauschgeschäft, die Kraft des Verzeihens entfaltet sich eben deshalb, weil nicht darauf gewartet wird, dass der andere ebenfalls um Verzeihung bittet.
  3. Warum tut Ihnen das alles so weh? Weil Sie Ihr Kind lieben! Gerade jetzt empfinden Sie es besonders stark.
  4. Warum danken? Weil Ihr Kind Ihnen Gelegenheit gibt, emotional zu wachsen. Ist das nicht ein wunderbarer Gedanke? 

Und jetzt bitte TUN Sie, was Sie gerade gelesen haben.

Sprechen Sie die vier Sätze, jeden einzelnen Satz so lange, bis sich das enstprechende Gefühl einstellt. Und alle negativen Gedanken werden sich wie Rauch aufgelöst haben.
Gleich holen Sie Ihr Lernzeug und lernen wieder.

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Tipp zur Vertiefung:
Wenn Sie mehr über Ho-Oponopono lesen möchten, empfehle ich Ihnen folgenden Blog, wo sich an einen Essay zum Thema noch eine ausführliche Diskussion anschließt:
http://blog.mind-magic.net/wie-man-ein-besseres-leben-lebt/selbstverantwortung-hooponopono


© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
Twitter-Eisvogel Martina Roters                                                                         http://www.twitter.com/Lernhelferin Twitter-Vogel 
  
 
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