WEITERBILDUNG neben JOB und FAMILIE

 

Hilfe, ich bin kein Organisationstalent!

© Martina RotersGrill

Von Natur aus trifft diese Diagnose sicher auf mich zu.
Zwar bin ich in meinen beruflichen Angelegenheiten besser aufgestellt, privat habe ich allerdings gerade ein Lehrstück in Sachen mangelndes Organisationstalent hinter mir.

Und das kam so:

Da ich im November Geburtstag habe, eignet sich das Wetter nicht zum draußen Feiern – jedenfalls nicht, wenn man Kälte so sehr hasst wie ich. (Es gibt eigentlich nur 2 Dinge, die mir gesundheitlich zusetzen können: Kälte und Schlafentzug).

Drum hatte ich beschlossen, statt einer Feier zum runden Geburtstag am 11.11. ein schönes Grillfest im Sommer zu feiern, und zwar draußen in der Natur auf einem Grundstück am Rhein-Hochufer.
Um das Ende der Story vorwegzunehmen: Es war ein schönes Fest mit Familie und Freunden und ich war hinterher sehr glücklich – allerdings auch „ein wenig erschöpft“, wenn Sie  British understatement verstehen. (Für alle, die dies nicht zu deuten wissen  Klartext:  Ich bin nachts mitsamt Kleidern ins Bett gefallen und konnte morgens keinen Finger mehr biegen, meine Füße litten Qualen, sobald ich mich nur draufstellte, alles in allem fühlte es sich so an, als hätte ich am Bau gearbeitet (bevor eine/r fragt: Habe ich tatsächlich schon).

Zum Hintergrund: Im Allgemeinen lebe ich mit meiner Familie sehr zurückgezogen und lade ehe selten Leute ein, und wenn, dann nicht mehr, als um unseren Eßzimmertisch passen.
Und an meinen Haushalt habe ich auch keine hohen Ansprüche, außer dass die Hygiene stimmt (und meine zwei Männer im Haus sehen selbst diesen Aspekt lockerer als ich).

Und so war klar, dass ich unser Haus – inklusive 2 Wintergärten – erst einmal „besuchsfertig“ zu machen hatte.

Ein Tag hat 24 Stunden, und ich hatte ja einige Tage für die Vorbereitung eingeplant…

Mangelnde Weitsicht, kann ich da nur sagen! Ich drehte tagelang auf Hochtouren:

Hier die Fallen, in die ich alle getappt bin:

  • Alle zu erledigenden Tätigkeiten zwar aufgeschrieben, aber nicht mit realistischen Zeitangaben versehen
  • Keine Pufferzeiten für unvorhergesehene kleine Katastrophen – das Schlimmste war, als mein Bruder mit Frau und Kindern gerade eingetroffen war, eine Überflutung aus der Toilette im Badezimmer (wie das überhaupt geht? Man nehme eine Toilettenverstopfung, einen Druckspüler, der das Spülwasser nicht mehr abstellt und füge beides zeitlich zusammen!!!) Dieses Extrem-Missgeschick verhinderte übrigens, dass ich rechtzeitig zur Begrüßung der anderen Gäste am auswärtigen Grill/Festplatz eintraf und  löste eine Reihe von Folgepannen aus
  • Unvollkommene Delegation (mein Sohn war als einziger bereits am Grillplatz, um das Feuer zu schüren. Er wunderte sich zwar, dass er so lange allein blieb, auch nachdem die ersten Gäste dort eintrafen – fühlte sich jedoch nicht zuständig, die chemische Reaktion für das selbstkühlende Bierfass auszulösen, so dass wir noch weitere 45 Minuten mit Bierzapfen warten mussten.)
  • Mangelnde Ausrüstung: Ich besaß keine vernünftigen Transportmittel für größere Mengen Geschirr und musste jedesmal improvisieren, was ziemlich zeitraubend war.
  • Fehlender Materialcheck: Mein Neffe bewahrt die Grillroste immer bei sich in der Garage auf. O-Ton: „Ich hatte vor lauter Arbeit am Bau keine Zeit, sie sauberzumachen, man müsste sie noch a bissl saubermachen“
    Als mein Mann sie mir abends spät brachte, fielen mir fast die Augen aus dem Kopf! Das war kein Saubermachen mehr, das war schon Materialschichten abtragen. Als ich nach 2 Stunden  - von den Mücken bei einbrechender Dunkelheit auch noch gepiesackt - fertig war, hatte das Metallbürstchen fast keine Haare mehr… Und meinen Neffen konnte ich am Tag drauf zwar verfluchen, aber nicht dingfest machen, weil sie gerade am Dachdecken waren. Hinterher hab‘ ich dann zu meiner emotionalen Entlastung wenigstens ein paar passende Worte gesagt.
  • Fehlende Checklisten: Unzählige Male musste jemand hin und her fahren (u. a. hatten wir Pfeffer und Salz vergessen, war die Kräuterbutter noch im Kühlschrank zu Hause, die Teelichter noch im Keller und last but not least fuhr ich nachts um halb zwei nochmal zurück zum Grillplatz, weil im mittlerweile abgeschalteten Kühlschrank noch Eiswürfel waren, die nicht ins Eisfach gepasst hatten. Wer will schon morgens einen See in der Hütte?


Entdecken Sie irgendwelche Parallelen? Wenn nicht, fein!

Wenn ja, fangen Sie an, gleich Checklisten zu schreiben, denken Sie über die Zweckdienlichkeit Ihrer Ausrüstung nach, fassen Sie einen konkreten Delegationsvorsatz, kurz, ändern Sie was!

PS: Beim Zurückräumen in den Vitrinenschrank hat das Geschirr endlich eine praktischere Aufstellung bekommen: Endlich stehen die Teller, die ich am häufigsten brauche, auch vorn...
Wär' das Prinzip nicht auch was für Ihren Schreibtisch?


© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
Twitter-Eisvogel Martina Roters                                                                     http://www.twitter.com/Lernhelferin Twitter-Vogel  
      

 

 
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