WEITERBILDUNG neben JOB und FAMILIE

 

Gefühle aus dem Weg!

© Martina Roters

Ich bin immer misstrauisch, wenn Leute mir so super-positives Denken als Allheilmittel ans Herz legen.
Frau entspannt im Sessel

Andererseits … Wenn ich einmal eine Phase hatte, in der ich „auf so einem Trip“ war, dann kam es mir hinterher vor wie pure Magie, weil einfach sich eins zum andern fügte und alles mühelos seinen Weg ging.
Das ging jedoch meist nur so lange gut, bis ich wieder in eine skeptische Phase kam (ungefähr wie bei Petrus, der unterging, nachdem ihn Jesus aufgefordert hat, über das Wasser zu ihm zu kommen).

In einem Audiovortrag bin ich gerade über einen interessanten Hinweis gestolpert – und einen mir bisher unbekannten Namen:

Michel Thomas
(Vorname französisch, Nachname englisch auszusprechen) 

Was macht den Mann interessant?

Bei ihm haben sich Hollywoodstars wie Woody Allen und Emma Thompson öffentlich für ihre Lernerfolge bedankt!

Sein bewegtes Leben:
Er wurde 1914 in Polen als Moniek Kroskow geboren. Er war Jude, wurde während der Hitlerzeit verfolgt, als französischer Résistancekämpfer von den Nazis gefangen, gefoltert und in Zwangslager gesteckt, konnte aber entfliehen und überlebte.
Er arbeitete während des Kriegs für die Amerikanische Spionageabwehr (CIC) und emigrierte nach dem Krieg in die USA, wo er – der selbst sieben Sprachen sprach - in Beverly Hills ein Sprachlehrinstitut gründete.
Seine Sprachen-Lernmethode wartete mit einem äußerst spektakulären Versprechen auf: Das Grundgerüst einer Sprache in 3 bis 5 Tagen zu vermitteln. Zu seinen Klienten zählen prominente Schauspieler ebenso wie Botschafter, Erzbischöfe und Wissenschaftler. Er starb 90jährig im Jahr 2005.

Über seine Methode, die er übrigens strikt geheim hielt, drang Folgendes nach draußen:

  • Die Verantwortung für den Lernerfolg liegt völlig einseitig auf Seiten des LEHRERs. (Was bewirkt das beim Schüler?!)
  • Alles, was an frühere Lernmethoden erinnert (Schulbänke, Flipcharts, etc.) ist tabu. Die Schüler sitzen in Sesseln und lehnen sich entspannt zurück.
  • Den Schülern wird gesagt, sie dürften sich unter keinen Umständen ANSTRENGEN, etwas zu behalten.
  • Der Lehrer stellt immer nur Fragen, deren Antworten aus dem bereits Gehörten abgeleitet werden können (also keine Fragen, mit denen er nur mal austestet, wie es um das Vorwissen Einzelner bestellt ist). Der Lehrer muss sich sicher sein, dass die Schüler alles VERSTANDEN haben, bevor er fortfährt.
  •  KONKURRENZVERHALTEN innerhalb einer Lerngruppe wird nicht toleriert. 


Nehmen wir an, wir wären Geheimagenten ...

... wie Michel Thomas früher – und wollten den Schlüssel zum Geheimnis des Erfolgs dieser Super-Lernmethode entdecken.
Das einzige Material, das uns in die Hände gefallen ist, ist das in der Aufzählung oben. Bei scharfsinniger Analyse können wir zumindest folgenden Schluss ziehen (Tipp: Es hat mit den Gefühlen der Schüler zu tun):

Thomas beflügelt das Lernen seiner Schützlinge, indem er von vornherein dafür sorgt, dass keine negativen Gefühle aufkommen können.
Hässliche Erinnerungen an die eigene Schulzeit, wie eingeimpfte Minderwertigkeitsgefühle, Schuld, Scham haben bei dieser Vorgehensweise keinen Raum.
Auch das Aufkommen von belastenden Emotionen, die in die Zukunft verweisen wie Versagensangst oder Sorge um das Gelingen werden ausgeschlossen.

Thomas sorgt dafür, dass seine Schüler ganz entspannt in der Gegenwart leben und die einzige Motivation die kindliche Freude und Neugier selbst ist. Kein Wunder, dass sie berichten, nach mehreren Stunden kein bisschen müde zu sein und eher Lust auf Weitermachen zu haben.

Was können wir für unser Lernen daraus mitnehmen?

Ich gehe jetzt mal davon aus, dass wir nicht zufällig alle gerade eine Sprache lernen wollen.
Wir alle leiden unter emotionalen Belastungen. Wenn wir „nicht gut drauf“ sind, dann fällt uns das Lernen schwerer. Also was können wir tun, um uns von belastenden Emotionen zu befreien?

  • Handlungsmöglichkeit 1:
    Wir können uns von unseren Emotionen ein Stück weit „entfernen“.
    Frau geht nach hinten 

    Wyatt Woodsmall (am. NLP-Trainer) empfiehlt dazu, uns darüber klar zu werden, wo für uns das „Jetzt“ angesiedelt ist. Manche Menschen zeigen auf sich selbst, also sie stehen sozusagen „in der Gegenwart drin“ und manche zeigen auf einen Punkt direkt vor ihnen, der für sie Gegenwart verkörpert.
    Woodsmall fordert uns jetzt auf, einen Schritt von diesem Gegenwarts-Punkt weg (also nach hinten oder nach links) zu tun und dann nachzuspüren, was das für die Intensität unserer Gefühle bedeutet, wenn wir uns im wahrsten Sinne des Wortes „distanzieren“. Dann wieder auf die Gegenwart zutreten, um den Unterschied noch einmal zu erfahren. Und dann schließlich nicht nur einen Schritt, sondern 1, 2, 3, 4, 5, 6 Schritte von der Gegenwartsvorstellung weg machen.
    Das Zauberwort heißt MACHEN, also gleich mal ausprobieren!
  • Handlungsmöglichkeit 2:
    Wir schrei (b) en uns das Belastende von der Seele.Mann schrei (b) t

    Millionen von Tagebuchschreibern praktizieren diese Art der Psychohygiene täglich.
    Ich habe das selbst mal mit einer Kollegin am Arbeitsplatz immer wieder gemacht, in einer Zeit, in der die Arbeit im Großkonzern zum Teil absurde Züge annahm. Wir nannten es „Kanalreinigung“. Immer, wenn die andere nicht da war, und man sich in einer Kaffeepause nicht gegenseitig den Frust von der Seele reden konnte, griffen wir zu folgendem Mittel: Word-Datei öffnen und einfach drauflosschreiben, was einem durch den Kopf ging, bis der Dampf raus war. Das war meist nach einer halben oder dreiviertel Seite schon der Fall. (Natürlich dann Word schließen, ohne zu speichern!!)
  • Handlungsmöglichkeit 3:
    Eine andere Möglichkeit, die wir uns ausgedacht hatten, um mit belastenden und zum Teil aberwitzigen Situationen in der Firma zurechtzukommen, war folgende:

    Wir zogen in Gedanken alles ins Lächerliche: Lachende Frauen  Wir waren nicht auf der Arbeit, nein, wir waren in einem Abenteuerurlaub und die Animateure hatten sich jede Menge hübscher Situationsspielchen ausgedacht, um uns zu „testen“. Und wir gingen nicht in die Kantine, nein, wir gingen ins „Restaurant“ und ließen uns überraschen, was der Urlaubskoch sich für Leckereien ausgedacht hatte. Und danach waren wir gespannt, was für „Überraschungen“ sich die Reiseleitung noch ausgedacht haben würde. So konnte man mit Humor Situationen durchstehen, die alles andere als „gesund“ waren.
  • Handlungsmöglichkeit 4:
    Noch eine Möglichkeit, die auf das Lächerlichmachen einer Situation abzielt, ist folgende - Ich habe sie auf einer Audiokassette von Anthony Robbins gehört:

    Ein Erlebnis „lässt uns einfach nicht los“. Vor unserem geistigen Auge läuft immer wieder derselbe Film ab. Was tun? Sich im Kopf einen eigenen Film machenRobbins empfiehlt, den Film immer wieder und wieder abzuspielen – allerdings mit einem bedeutenden Unterschied: Die Akteure im Film werden mit grotesken Accessoires ausgestattet: Sie treten in Unterhosen auf oder mit Clownsnasen oder ihnen wachsen riesige Micky-Maus-Ohren. Und dann wird der Film RÜCKWÄRTS abgespielt und mit einer immer schnelleren Geschwindigkeit und am besten noch mit einer typischen Zeichentrickfilm-Musik. Dann wieder vorwärts. Und wieder rückwärts. Tempo!
    So lernen wir, uns von bestimmten Situationen zu „dissoziieren“ und können an sie denken, ohne dass sie uns so belasten. Auch hier gilt: Man muss es MACHEN, am besten gleich mehrfach.

Gibt es da nicht noch eine belastende Situation aus der letzten Zeit?

Dann mal los! Am besten jetzt gleich!


© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
Twitter-Eisvogel Martina Roters                                                                        http://www.twitter.com/Lernhelferin Twitter-Vogel  
    
 
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