ANGST !
von Martina Roters
Gehört Angst nur in unsere Kindheit?

Wir hattenAngst im Dunkeln, Angst vor Geräuschen, Angst, da wär‘ was unterm Bett, wenn wir den falschen Film
geguckt hatten.
Dann die Angst vor dem Hund auf dem Schulweg, Angst vor einem bestimmten Lehrer.
Nein, die Angst hört mit dem Erwachsensein nicht automatisch auf (es sei denn, man ist
spitzfindig und definiert sich „Erwachsen-Sein“ eben genau so).
Angst kann die rot-weiße Barriere sein, die uns den Eintritt in einen bestimmten Lebensweg verbaut.
© 2010 Martina Roters und
deren
Lizenzgeber. Alle Rechte vorbehalten.
Ich schäme mich heute noch dafür, doch genau das ist mir vor vielen Jahren passiert (im Nachhinein sage ich mir:
Es war für was anderes gut).
Ich arbeitete in einem großen Konzern und eine Management-Stelle war neu zu besetzen – eine Stelle, die
traditionellerweise nur an Männer mit Ingenieursstudium vergeben wurde. Nun war ich „nur“ Geisteswissenschaftlerin
mit Ergänzungsfach Technik.
Doch ich brachte mich ins Gespräch und in einem solchen meinte der Account Executive, Dr. X zu mir, "dann wollen
wir doch mal sehen, wie würden Sie denn.. "
Und es folgte eine Fachfrage, in der man am geeignetsten die Formel w = p * t
(Arbeit =Leistng mal Zeit) hätte anführen sollen. Es schwebte mir auf der Zunge, doch im letzten Moment
setzte Panik ein: „Was, wenn ich w und p verwechselte? Ich würde mich bis auf die Knochen
blamieren?!!“ Ich antwortete ausweichend und gab durch die Blume zu verstehen, dass ich mir bei Bedarf den ganzen
technischen Fachkram ja in kürzester Zeit wieder aneignen könnte (was übrigens stimmte).
Doch ich denke, in dem Moment hatte ich meine Chance vertan. Mein einziger Trost war, dass die
vakante Stelle dann ein anderer Kollege bekommen hat, der sie sich schon lange verdient hatte.
Nur, wie wäre es weitergegangen, wenn ich anders geantwortet hätte?
2 Möglichkeiten:
a) 50 % Chance, dass ich sowieso richtig geantwortet hätte.
b) falls ich doch die falche Antwort gegeben hätte, wäre es so schlimm gewesen?
Vielleicht hätte Dr. X mich einfach korrigiert und gemeint, da hätt ich aber grad mal w und p verwechselt.
ICH WÄRE IN KEINEM FALL SCHLECHTER GEFAHREN als mit dem Angstverhalten.
Also bitte, machen Sie nicht den gleichen Fehler!
Unsere wahren Chancen liegen immer AUSSERHALB unserer Komfortzonen.
Diese Chancen nimmt man wahr, indem man Dinge TROTZDEM tut.
Trotz zittriger Hände, rasendem Herzen und dem Frosch im Hals.
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Lasst uns zittrige Hände in den Hosentaschen / unterm Tisch /hinterm Rücken
verstecken,
lasst uns dran denken, das unser rasendes Herz nur in unseren Ohren zu hören ist
lasst uns dem Frosch "den Hals rumdrehen" durch ein einmaliges energisches
Räuspern |
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und dann tun, was getan werden muss!
PS: Prüfungsangst ist noch einmal ein ganz anderes Kapitel, das mit besonderer Sorgfalt behandeln werden
soll.
© Martina Roters ist Direktmarketing-Texterin, Mitglied im profitexter.net(t) Sie ist
Autorin des E-Books "So schaffst du alles - Weiterbildung neben Job und Familie" und betreibt die
gleichnamige Webseite. Besuchen Sie www.soschaffstdualles.de, um Tipps und Ratschläge zu
bekommen, wie man sich die zahlreichen Stolpersteine auf dem Weg
zum eigenen Weiterbildungsziel aus dem Weg räumt und gleichzeitig
sein Familienglück bewahrt. Über Twitter gibt sie Lern- und Motivationstipps.
http://www.twitter.com/Lernhelferin
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